Die tödliche Falle für Israel und die Zivilisation - Kurzversion

Von CrisHam, 8. November 2023

 

Die israelische Gegenoffensive in Gaza als Vergeltung für den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 ist in hohem Maße berechtigt – kann aber nicht die Lösung bringen. Als Phänomen mit psychologischen Wurzeln ist Terrorismus nicht allein mit militärischen Mitteln abzustellen. Diese Tatsache wurde in militärischen Abenteuern wie dem verheerenden „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan und im Irak-Krieg (2003-2021) hinlänglich bewiesen. 

Auf diese Einsichtsresistenz stößt fataler Weise auch die von Mahatma Gandhi und Martin Luther King verkündete Grundregel, der zufolge dauerhafter Frieden ein Verstehen seiner wahren und vermeintlichen Feinde zur Voraussetzung hat. Im Nahostkonflikt bedeutet das, dass die tatsächlichen Ursachen für den Terrorismus unerkannt geblieben sind.

Eine Bevölkerungsgruppe, die Terroristen hervorbringt, zeichnet sich stets durch eine Selbstwahrnehmung als Opfer ungerechter Behandlung aus. Indem verschiedene radikalisierende Faktoren (beispielsweise religiöser Fanatismus) individuell verschieden stark einwirken, gelangen einige Individuen wie auf einer Stufenleiter in Zustände stärkerer Emotionalisierung, bis hin zur ungehemmten Gewaltneigung. Werden solche Personen z. B. durch die Justiz an ihren Aktivitäten gehindert, rücken andere sofort nach.

      Von den Palästinensern ist durch Medien und NGO-Publikationen wohlbekannt, in welchen Aspekten sich diese ungerecht behandelt fühlen. Nach gründlicher Prüfung der Behauptungen und ihrer historischen Wurzeln kommt man allerdings zu dem Schluss, dass die im Westen veröffentlichten pro-arabischen Narrative etwas Künstliches darstellen, etwas, das für bestimmte politische Ziele konstruiert wurde. Der künstliche Charakter der Behauptungen wird in der Einfachheit und Klarheit deutlich, mit welcher diese sachlich widerlegt werden können. Referenz https://www.frieden-freiheit-fairness.com/buch/kapitel/die-inszenierte-nahost-tragoedie.

      Haupterzeuger der Propagandanarrative sind einige Medien und NGOs, andere Organisationen und Institutionen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie erheblich von direkten Finanzzuflüssen oder Werbeaufträgen abhängen. Das bedeutet automatisch politische Beeinflussbarkeit. Beispielhaft können die Aktivitäten von George Soros (etwa 200 finanzierte NGOs) ein Bild davon vermitteln, wie Geldmacht funktioniert. 

      In den Händen ultrareicher Personen können Organisationen mit aktuell politisch gewünschten Narrativen zu einer gewaltigen Propaganda- und Gehirnwäschemacht koordiniert werden. Dies wurde auf der Konferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit verbundene Intoleranz 2001 in Durban/Südafrika eindrucksvoll demonstriert. Parallel zur Konferenz fand ein separates NGO-Forum statt, bei dem rund 8.000 Vertreter von 3.000 NGOs zusammenkamen. Ihre Abschlusserklärung übertraf das entsprechende Papier der offiziellen Konferenz mit antiwestlichen Aussagen und emotionaler Sprache bei weitem. Im Unterschied zur offiziellen Konferenz waren das NGO-Forum und seine Abschlusserklärung zusätzlich von einem antizionistischen „Geist“, von haltlosen Anschuldigungen gegen Israel und dem Aufruf geprägt, den jüdischen Staat weltweit zu isolieren. Bemerkenswerterweise wurden die Schlüsselwörter Boykott, Desinvestition und Sanktionen der späteren (2005 gegründeten) BDS-Bewegung dabei bereits vorweg präsentiert. 

      Aufgrund seiner enormen medialen Aufmerksamkeit hatte die Erklärung des Durban NGO-Forums das Potenzial, eine drastische Veränderung der internationalen politischen Atmosphäre zuungunsten Israels einzuleiten. - Aber das ganze Spektakel erwies sich als vorübergehender Albtraum - denn schon drei Tage nach den Ereignissen in Durban nahmen die Anschläge vom 11. September in New York die gesamte Medienaufmerksamkeit in Anspruch. – Was geblieben ist, sind die Ergebnisse eines Experiments. Diese zeigen, wie abrupt ein antisemitischer Stimmungsumschwung ausgelöst – und wieder gestoppt werden kann. Diese Beobachtungen, die eine (vorteilhaft ausgedrückt) unsolidarische Haltung der ultrareichen Elite gegenüber Juden, authentischem Zionismus und Israel zeigen, werden durch viele andere bestätigt. Es ist ein noch aufzuarbeitendes Phänomen, wie die große Mehrheit des jüdischen Volkes so lange in der irrigen Annahme verhaftet bleiben konnte, dass die Geldoligarchen ihre aufrichtigen Freunde und Beschützer wären. 

Schlussfolgerungen:

1. Die Araber Palästinas sind nicht als von Natur aus oder aufgrund eigener Fehlprogrammierung aggressive und radikale Menschen wahrzunehmen, sondern als Opfer perfider, groß angelegter Fehlinformation und Emotionalisierung. 

2. Die Wurzeln der arabischen Wut, des Radikalismus und des Terrorismus liegen in einem Durcheinander teilweise falscher Narrative, die von vermeintlich wohltätigen Institutionen, Organisationen und Mainstream-Medien produziert und millionenfach veröffentlicht werden. Diese Narrative bestärken die Palästinenser in dem Gefühl, misshandelte Opfer zu sein. 

3. Seit dem Krieg von 1948 hat der Westen durch Hilfsprojekte für palästinensische Flüchtlinge, darunter den Bau von über 50 UNO-Flüchtlingslagern, eine Verantwortung übernommen, die allein den 6 arabischen Ländern zukam, welche diesen Krieg gegen Israel entfesselt hatten. Heute, nach einem Bevölkerungswachstum von ursprünglich 700.000 Flüchtlingen auf rund 6 Millionen, stellt sich heraus, dass dies ein beispielloser Akt von Appeasement gegenüber der arabischen Welt war. 

4. Wie jede Form von Appeasement (weil sie Schwäche signalisiert) wurde die westliche Hilfe von den arabischen Empfängern nie wirklich geschätzt. Im Gegenteil: Im permanent bestärkten Bewusstsein misshandelter Opfer wurden sie ermutigt, das verheerende Militärabenteuer von 1948 in den folgenden Jahrzehnten (1956, 1967 und 1973) noch dreimal zu wiederholen. 

5. Da die Wurzeln der arabischen Verbitterung und des Terrors in westlichem Appeasement und in künstlich konstruierten Narrativen liegen, muss eine friedliche Lösung hauptsächlich bei Medien und NGOs ansetzen. Dort erfordert es ein zukünftig unabhängiges Arbeiten, dass jedem Mitarbeiter die Möglichkeit gegeben ist, „politisch korrekten“ Ansichten, die von oben eingetragen werden, zu widersprechen. Dieser Reformschritt macht einen Fonds zugunsten diskriminierter Journalisten erforderlich, der von Medienunternehmen finanziert wird.