Maduros Sturz – Wendepunkt in der Weltpolitik

Por CrisHam, 13 Enero, 2026

Obwohl der Sturz des Diktators formal völkerrechtlich illegal war, stellt er eine moralisch vollkommen gerechtfertigte Maßnahme dar. Über 90 % der rund 8 Millionen Venezolaner im Exil, die das Land während seiner Herrschaft verließen, begrüßen die Verhaftung mit großer Freude. Selbst diejenigen, die im Land blieben, fühlen sich in Wahlen betrogen und stehen zu 70 bis 80 % auf der Seite der Opposition (KI-Studie von Grok auf X). Auch ohne Wahlurne ist der Wille der Nation eindeutig, die Intervention damit eine objektive Befreiung. In diesem Zusammenhang ist auf den ersten Satz der US-Verfassung hinzuwiesen, der mit den Worten „Wir, das Volk…“ beginnt und klarstellt, wer in einem demokratischen Staat der legitime Souverän ist: das Volk, die Bürger. 

Trumps entschlossenes Eingreifen hat wie keine andere realistische Maßnahme dem demokratischen Willen der 39 Millionen Venezolaner im In- und Ausland nach Jahren der Unterdrückung Geltung verschafft. Daher repräsentiert der formal korrekte Vorwurf der Kritiker, die amerikanische Intervention habe Venezuelas Souveränität verletzt, ein Vakuum. Maduro war vom venezolanischen Souverän nicht autorisiert, das Land zu vertreten. Venezuela, korrekt als die dortige demokratische Nation gesehen, wurde von der Trump-Administration nicht angegriffen, sondern befreit. Laut Recherchen der AI Grok auf X führten Maduros Rechtsverstöße während seiner 13-jährigen Herrschaft zum Tod Zehntausender Menschen. Hinzu kamen Hunderttausende indirekter Todesopfer aufgrund erhöhter Sterblichkeit, insbesondere unter Kindern. Diese war eine Folge katastrophaler wirtschaftlicher und medizinischer Bedingungen sowie von Unfällen während der gefährlichen Flucht. Im Gegensatz dazu forderte die Befreiung von dieser Tyrannei weniger als eine Handvoll zivile Opfer.

Nachdem Trump im Juni 2025 Netanjahus gefährlichen 12-tägigen Krieg gegen den Iran mit einem kurzen, entschlossenen und respekteinflößenden Schlag erfolgreich beendet hatte, zeigt sein minimalinvasiver Sturz Maduros, wie eine Befreiung von Tyrannei ohne Krieg erreicht werden kann.

Der Fall Maduro führt die Welt an einen Scheideweg. Es geht jetzt um die Entscheidung zwischen endlosen Kriegen und Bürgerkriegen mit stetig wachsendem Zerstörungspotenzial oder Lösungen, die Krieg vermeidenden. Solche wurden bereits 1945 in der Präambel der UN-Charta propagiert, aber nicht näher ausgeführt. Um die gegenwärtige große Chance als solche zu erkennen, ist es notwendig, sich der immensen Bedrohung bewusst zu werden, der die freie Zivilisation ausgesetzt ist, sollte sie den bisherigen selbstmörderischen Weg fortsetzen. Im Jahr 2003 verletzte der damalige Präsident George W. Bush, ähnlich wie Donald Trump jetzt in Venezuela, die Souveränität des Irak ohne Kriegserklärung oder Autorisierung durch den UN-Sicherheitsrat.

Doch abgesehen von dem formal ähnlichen Beginn wurde dieser Angriff auf Saddam Husseins Irak zum Albtraum. Für unsere freie Zivilisation ist es überlebenswichtig, eine Wiederholung in Venezuela unter allen Umständen zu vermeiden. Dies erfordert, dass wir aus der irakischen Katastrophe lernen, deren Ausmaß der westlichen Öffentlichkeit bis noch vor Kurzem wenig bekannt war.

  • Die Rechtfertigung für die Intervention von 2003 basierte auf Fehlinformationen seitens der CIA und der Militärführung über angebliche Depots von Massenvernichtungswaffen.
  • Die von George W. Bush als Befreiung des irakischen Volkes verkündete Operation entpuppte sich als brutale Eroberung und Besatzung, die fast neun Jahre bis 2011 andauerte und rund eine Billion Dollar kostete.
  • Die irakischen Sicherheitskräfte, die von der CIA und dem US-Militär ‚ausgebildet‘ worden waren, waren für unmenschliche Behandlungsmethoden einschließlich Folter berüchtigt.
  • Während die Mainstream-Medien die britisch-amerikanischen Militärschläge als präzise Ausschaltung der feindlichen Verteidigung darstellten, kam es in Wirklichkeit zu massiven Zerstörungen von Wohnhäusern und Infrastruktur (Brücken, Kraftwerke, Industrieanlagen).
  • Etwa 4,2 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause; fast die Hälfte von ihnen floh aus dem Land.
  • Die rücksichtslose Behandlung der Zivilbevölkerung durch ständige Kontrollen, Verdächtigungen, Verhaftungen und Einschränkungen schuf eine polarisierende Atmosphäre, die der Förderung freiheitlich-demokratischer Werte massiv entgegenwirkte.
  • Die weit verbreitete Frustration bot einen fruchtbaren Boden für antiwestliche Radikalisierung, die auch die Entstehung des IS beitrug hervorbrachte.
  • Insgesamt kosteten die fast neun Jahre des „Befreiungskrieges“ und der Besatzung fast so viele Iraker das Leben wie die 24-jährige Herrschaft Saddam Husseins (Kriegsopfer nicht mitgerechnet).
  • Auch westliche Nationen erlitten großen Schaden, indem ihr Ansehen und ihre Vorbildfunktion in der islamischen Welt in den Boden getreten wurden.

Die verantwortungslose Vertuschung dieser ungeheuerlichen Ereignisse durch unkritische Mainstream-Medien ist erst mit Zeitverzögerung durchbrochen worden, vor allem durch die Enthüllungen der unabhängigen Plattform WikiLeaks. Die Verfolgung, welcher ihr Gründer Julian Assange über rund 15 Jahre hinweg gegen rechtsstaatliche Grundsätze ausgesetzt war, hat die ernste Bedrohung bestätigt, die die völlig unzureichend demokratisch kontrollierten amerikanischen Geheimdienste und das Militär für wahre Freiheit und Rechtsstaatlichkeit darstellen.

https://www.republik.ch/2020/01/31/nils-melzer-about-wikileaks-founder-julian-assange

Die Gefahr solcher militaristischer Entwicklungen wurde bereits von den Präsidenten der Gründungsjahrzehnte der Vereinigten Staaten, allen voran Thomas Jefferson und John Quincy Adams, vorhergesehen. Letzterer warnte eindringlich vor einem gewaltsamen Weg, dem sich das demokratische Amerika mit all seiner spirituellen und moralischen Kraft entgegenstellen muss: „She (America) might become the dictatress of the world. She would be no longer the ruler of her own spirit.“

„Es (Amerika) könnte zum Diktator der Welt werden. Es wäre nicht länger Herr seines eigenen Geistes.“ https://jqas.org/jqas-monsters-to-destroy-speech-full-text/

Nun hängt es vor allem von Maduros Anhängern und dem Militär in Venezuela ab, ob sie die gezielte Intervention, die Maduro aus seinem widerrechtlich an sich gerissenen Amt entfernte, als ersten Schritt zu einem demokratischen Neuanfang akzeptieren oder ob sie das Land durch irrationalen Widerstand noch tiefer ins Chaos stürzen, als der Diktator es bereits getan hat. 

Trump sollte bedenken, dass die Regierungen seiner Vorgänger den Ruf der USA in Lateinamerika jahrzehntelang schwer beschädigt haben, nach demselben Muster, das sich später unter George W. Bush in seinen kontraproduktiven Militäreinsätzen in Afghanistan und im Irak wiederholte. Dies war möglich, weil die Medien in ihrer Rolle als Hüter von Freiheit und Demokratie in gigantischem Ausmaß (das Wort ist noch zu schwach) versagt haben. https://www.frieden-freiheit-fairness.com/en/blog/neglected-defence-free-press. Stets wurde Verständnis aufgebracht, wenn die CIA einen gewählten Präsidenten stürzte und durch einen Diktator ersetzte. Dabei wurden alle Anstrengungen unternommen, die Öffentlichkeit von den immer gleichen Profiteuren der amerikanischen Militärpolitik abzulenken. Das waren vor allem Großkonzerne wie die ehemalige United Fruit Company, die Ölmultis und die Rüstungsindustrie. Der Zivilbevölkerung hingegen brachten die Interventionen unermessliches Leid. Eine gängige Strategie bestand in der Bewaffnung angeblich prowestlicher Rebellen, die nach ihrer Ausbildung durch die CIA noch brutaler vorgingen. Da entscheidende und abschließende Militärschläge die Ausnahme waren, dauerten die Kämpfe und das Leid Jahre, wenn nicht Jahrzehnte an. Der guatemaltekische Bürgerkrieg dauerte 36 Jahre und hinterließ ein Land, das in Armut, Korruption und organisierter Kriminalität versunken war.

Bei seinem Übergangsmanagement in Venezuela muss Donald Trump einfühlsam die psychologischen Wunden berücksichtigen, die ein jahrzehntelanger kontraproduktiver US-Militarismus und Konzernprotektionismus in Lateinamerika hinterlassen haben. Dies erfordert eine klare Abgrenzung von der Politik seiner Vorgänger und die Ausrufung einer neuen, echten demokratischen Partnerschaft. Die Ankündigung, amerikanischen Ölkonzernen Investitionsmöglichkeiten in Venezuela zu bieten, war zumindest verfrüht. 

Es ist essenziell, dass Maduros Sturz als idealistisch motivierter minimalinvasiver Eingriff wahrgenommen wird, der den Weg zu einer friedlichen, freien und gerechten Zukunft ebnet. Trump muss jeden Verdacht, er würde an frühere kontraproduktive Einmischungen der USA anknüpfen, durch seine Politik widerlegen. Denn im Gegensatz zu ungenügend informierten US-Amerikanern und Europäern sind sich Lateinamerikaner dieser historischen Interventionen und der Schuldigen sehr bewusst. Besonders so tiefgreifende Ereignisse wie der genannte Bürgerkrieg in Guatemala sind zum Teil detailliert bekannt. 

Ebenso entscheidend für einen friedlichen Übergang in Venezuela ist, dass Trump seine Säuberungswelle gegen die unzuverlässige CIA und das US-Militär entschlossen fortsetzt. Beide haben seit dem Vietnamkrieg ineffektiv bis kontraproduktiv agiert. 

Für die notwendige Frontenklärung bleibt dem Präsidenten nur wenig Zeit. Schon fokussieren sich viele auf Venezuelas Öl. 70 Prozent davon gingen bisher nach China. Daran substanziell etwas zu ändern, würde es den US-Ölkonzernen erneut zu gestatten, die Richtung amerikanischer Politik zu bestimmen. Das wäre der erste Schritt in ein Jahr 2026 des weltweiten Chaos und der Gewalt.

Bei allem Respekt vor den Argumenten und Vorbehalten all jener, die die Legitimität von Maduros Sturz in Frage stellen, muss eine deutliche Warnung vor jeglicher Emotionalisierung dieser Auseinandersetzung ausgesprochen werden. Eine Rückenstärkung würde die bewaffneten Kräfte in Venezuela zu einem absurden Widerstand anstacheln und den Weg in einen Bürgerkrieg ebnen. Dies käme einem Rückfall in den unmenschlichen Militarismus der Jahrtausende unter autokratischer Herrschaft gleich, als Soldaten für die Machtausweitung ihres Königs oder Kaisers geopfert wurden.

Dass der Sturz Maduros einen Testfall von weltweiter Tragweite darstellt, zeigt auch ein Blick auf den Iran. Ebenso wie sich die meisten Venezolaner von Maduro betrogen gefühlt haben, fühlen sich auch die meisten Iraner von ihrer Führung betrogen. Die Ayatollahs haben den Bürgern vor dem Referendum und ihrer Machtergreifung im Februar/ März 1979 die Freiheit versprochen. Doch ihre ‚Islamische Republik‘ erwies sich sehr bald als islamistische Diktatur.  https://www.mei.edu/publications/iranian-revolution-february-1979

Wenn die politischen Entscheidungsträger jetzt den Testlauf in Venezuela kriegsvermeidend managen, bestehen auch für den Brandherd Nahost Aussichten auf eine Regelung, die dem Treiben der Terrorunterstützer in Teheran ein Ende setzt, aber die Zivilbevölkerung nicht für deren Verbrechen leiden lässt.

Maduros erfolgreicher Sturz bietet eine historische Chance. Kriege können weitgehend verhindert werden, wenn destabilisierende, als gefährlich erkannte Unterdrückerregime durch intelligente, eng begrenzte Interventionen aus dem Verkehr und zur Verantwortung gezogen werden. Selbstverständlich müssen derartige Eingriffe zukünftig nach international zu vereinbarenden Regeln autorisiert stattfinden. Doch gilt es klar zu erkennen: Im Gegensatz zu vergangenen, von Mittelamerika bis Afghanistan und Syrien geübten Praktiken der Bewaffnung ‚prowestlicher‘ Rebellen in endlos verschleppten Kriegen entspricht der kriegsvermeidende minimalinvasive Ansatz dem Prinzip der Verhältnismässigkeit. Weiterhin entspricht er auch dem Souveränitätsanspruch der UNO-Mitglieder entsprechend Artikel 2 der Charta von 1945. Denn die dort mehrfach erwähnten Mitglieder sind primär nicht Staaten mit ihren Nationen, sondern Vereinte NATIONEN*) mit IHREN Staaten. 

*)Indem sich die UNO nicht als Vereinigte Staaten der Welt präsentiert, sondern als Organisation der Vereinten NATIONEN, steht die gelegentliche Bezugnahme des Charta-Textes auf Staaten (z. B. in Artikel 3) für ein sekundäres Identitätsmerkmal.